Caritas Angebote helfen Armutsbetroffenen in der Alltagsbewältigung, zum Beispiel durch Computer-Kurse.

Am «Fair Friday 2021» haben Sie mit Ihrer Spende an Caritas Schweiz Ihre Solidarität für armutsbetroffene Menschen in der Schweiz gezeigt. Nochmals herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Der gesammelte Betrag wird für Projekte zur Bekämpfung von Armut in der Schweiz eingesetzt. Diese Projekte von Caritas Schweiz eröffnen bedürftigen Menschen Wege aus der Armut und ermöglichen soziale Teilhabe. Hier finden Sie einige Beispiele wie armutsbetroffene in regionalen Caritas Programmen konkret unterstützt werden im Bereich organisierter Ausbildungs- und Eingliederungsprogramme:

Attestausbildungsplätze für Jugendliche

Wer in der Schule schwächere Leistungen zeigt, hat es oft schwer, nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehrstelle zu finden. Ohne Lehrabschluss ist es auf dem Schweizer Arbeitsmarkt schwierig eine Anstellung zu finden. In Luzern bietet Caritas darum seit 21 Jahren in einem offiziellen Ausbildungsbetrieb sogenannte Attestausbildungen an:

Das eidgenössische Berufsattest (EBA) ermöglicht Jugendlichen mit schulischen Defiziten, aus sozial schwierigen Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund den Einstieg in die Berufswelt. Während der gesamten Ausbildung werden die Lernenden von fachlich qualifizierten Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern angeleitet und sorgfältig und kompetent begleitet. Die Lernenden eignen sich dabei nicht nur fachliches Wissen an, sie werden auch gezielt in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz gestärkt.

Die EBA-Ausbildungen bieten jungen Menschen also eine Chance auf eine berufliche Entwicklung. Somit wirken Attestausbildungen auch nachhaltig gegen die potenzielle Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung von jungen Erwachsenen.

Die alleinerziehende Mutter Madeline Gomez hat am EBA-Programm teilgenommen. Sie hat die Attestausbildung in der Schreinerei von Caritas Luzern gemacht und ist sehr glücklich darüber.

Arbeitsintegration für Langzeitarbeitslose

Im Kanton Bern unterstützt Caritas Langzeitarbeitslose bei der Arbeitsintegration. So haben in den letzten Jahren über 34 Prozent von Ihnen durch die Hilfe von Caritas den Anschluss in den ersten Arbeitsmarkt geschafft. Die Begleitung umfasst unter anderem regelmässige Standortgespräche im jeweiligen Einsatzbetrieb mit allen beteiligten Partnern, regelmässige Workshops oder praxisorientierte Kurse wie PC-Grundkurse oder Deutschkurse.

Unterstützung & Förderung spätmigrierter Lernenden

In Zürich erleichtert Caritas mit Ihrem Programm «incluso» jungen Migrantinnen und Migranten den Berufseinstieg. Freiwillige Mentorinnen und Mentoren begleiten und unterstützen die Jugendlichen bei der Lehrstellensuche. Seit 2019 besteht das Anschlussangebot incluso LERNstudio* für spätmigrierte Jugendliche. Wer eine Lehrstelle absolviert, in der Berufsschule jedoch Mühe hat, mitzukommen, erhält im incluso-LERNstudio* die nötige, kostenlose Unterstützung. 
Die jungen Menschen werden nachhaltig während der Berufsausbildung begleitet und gefördert. Die Teilnehmenden werden einzeln und individuell unterstützt und Kompetenzen und Motivation werden aufgebaut und gestärkt. Übergeordnetes Ziel des LERNstudios* ist der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung.

Mit wöchentlich 15-20 Lernenden wird das Angebot im incluso-LERNstudio* rege genutzt, sodass Caritas das Angebot stetig ausbaut. Dank der Unterstützung durch «Fair Friday» können die Anzahl der Lernbegleitenden wöchentlich ausgeweitet werden.

Unterstützungsprogramme in der Westschweiz:

In Genf hat Caritas einen Ausbildungsfonds eingerichtet. Ziel dieses Fonds ist es, Armutsbetroffenen Erwachsenen Ausbildungen zu finanzieren oder bei der Finanzierung mitzuhelfen.

Die Caritas Märkte in Neuenburg und La Chaux-de-Fonds fördern die Programme zur sozialen und beruflichen Eingliederung von arbeitslosen Menschen. Diese werden mit den Aufgaben im Detailhandel vertraut gemacht und verbessern so ihre Chancen für einen Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt.

Diese Initiative wird von Payot SA koordiniert.

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